„Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis…“ Moment mal! Das ist nicht Dark Vader aus Star Wars. Sorry. Die Dark Vipers kommen aus unserer Galaxis, der Milchstrasse, genauer gesagt aus Salzburg und die gibt es seit erst sieben Jahren (die Vipers, nicht die Milchstrasse).
„Sind die nicht zu jung um mit den Herren zu spielen?“ ja, ja schon wieder die Pillen vergessen… Eine Junge Mannschaft auf jeden Fall, ein Freundeskreis und für mich im Jahr 2012 eine pralle Überraschung.
Das muss ich euch kurz erzählen. „Es war einmal vor 4 Jahren…“ da habe ich die Salzburger anlässlich des Trainingslager mit der Österreichischer Nationalmannschaft zum ersten Mal überhaupt am Werk gesehen. Ich wusste nicht, dass man auch in der Mozartstadt hinter einem orangen Ball her skatete. Vier oder fünf Jungs zusammen in einer Linie über zwei Tage Trainingslager, die hier und da ein Paar Tore erzielten, die aber ohne jeglichen Körperkontakt spielten und mir erschreckend leicht und zerbrechlich vorkamen. Da ich genau wusste wie hart und teilweise mit Gewalt an der Europameisterschaft gespielt wird, war ich ernsthaft für dessen Leben besorgt. Die übelsten und schrecklisten Szenen der Inline Hockey Europa Metzgerei hatte ich stets vor Augen und die Armen waren immer die Hauptdarsteller des Schmerzens. Als Kapitän habe ich den damaligen Trainer meine Sorgen offenbart. Er meinte nur: „Ja ich weiss, die werden niedergewälzt“…aber dann vor der ganzen Mannschaft „manche von euch müssen vor der EM viele Stunden im Kraftraum verbringen“… Ok, alles klar.
Am Wochenende der EM waren aber genau diese fragilen Salzburger die Besten auf den Platz. Sie haben Hits ohne Ende kassiert, aber irgendwie, als wären sie aus Plastilin, standen sie immer auf und durch ihr perfektes Zusammenspiel kamen sie auch häufig zu gefährlichen Torchancen. Ich war verblüfft und musste zugeben, ich hatte mich gewaltig geirrt!
Das heißt, wenn ich jetzt schreibe, dass diese Jungs so gut wie keine Chance zum Turniersieg haben kann es genauso gut das Gegenteil bedeuten. Seit 2012 haben sich übrigens die Dark Vipers ständig gesteigert. 2015 haben sie den Finaleinzug in die österreichische Bundesliga nur knapp verfehlt, jedoch den Austrian Cup souverän gewonnen und sich somit ein Platz im internationalen Wettbewerb gesichert.
Auch deswegen kommt das „MARCH“ für die Salzburger von Kapitän Philipp Konradsheim sehr gelegen, weil sie sich mit den Giganten der Europäischen Inline Hockey Szene messen können und uns dabei allen zeigen was sie draufhaben.
Ich bin auf jeden Fall neugierig! Ihr etwa nicht?