Unsere Damen reisten vergangenes Wochenende nach Biel zum Finalturnier der Schweizer Meisterschaft und kämpften dort um den Schweizer Meistertitel. Aufgrund des vierten Platzes nach dem Grunddurchgang wartete im Viertelfinale mit dem letztjährigen Vizemeister Rossemaison gleich ein echtes Schwergewicht auf unser Team. Bereits um 10:15 Uhr stand somit die erste große Herausforderung des Tages bevor.
Unsere Damen zeigten von Beginn an eine kämpferische Leistung, liefen um jeden Ball und schenkten keinen Meter her. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten beide Teams keine Tore erzielen, sodass es mit einem spannenden 0:0 in die Pause ging. Zehn Minuten vor Schluss gelang Rossemaison nach einer sehenswerten Kombination jedoch die 1:0-Führung. Kurz darauf mussten unsere Damen gleich zwei Unterzahlsituationen überstehen, verteidigten diese aber souverän und ließen kein weiteres Gegentor zu. Dann die große Erlösung: Nur noch 1 Minute und 20 Sekunden vor Schluss traf Lea Gehrer nach einem Zuspiel von Laura Zingerle zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich.
Da in der regulären Spielzeit keine Entscheidung fiel, musste das Penaltyschießen über den Halbfinaleinzug entscheiden. Livia Gehrer verwandelte den dritten Penalty für unsere Farben, doch Rossemaison zog sofort nach. Die Entscheidung fiel erst im siebten Durchgang: Annalena Salzmann verwandelte nervenstark, während Rosalie Eberle den letzten Penalty der Gegnerinnen parierte. Damit gelang unseren Damen ein beeindruckender Viertelfinalsieg gegen einen der stärksten Turnierfavoriten und der Einzug in die Runde um die Plätze 1 bis 4.
Auch das Halbfinale gegen Rolling Aventicum entwickelte sich zu einem echten Krimi. Bereits nach einer Minute brachte Sofia Fleisch unser Team mit 1:0 in Führung. In der 12. Minute gelang den Gegnerinnen jedoch der Ausgleich, sodass es mit einem 1:1 in die Halbzeit ging. Nach dem Seitenwechsel nutzte Rolling Aventicum zwei Überzahlsituationen konsequent aus und zog auf 3:1 davon. Vier Minuten vor Schluss verkürzte Lea Gehrer auf 3:2 und sorgte nochmals für Hoffnung. Trotz zahlreicher Torchancen und schöner Kombinationen in den Schlussminuten wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. So mussten sich unsere Damen knapp geschlagen geben und spielten im kleinen Finale um die Bronzemedaille.
Dort wartete mit La Tour der letzte Gegner des Turniers. Nach dem frühen 0:1-Rückstand in der 6. Minute liess die Antwort nicht lange auf sich warten: Bereits vier Minuten später erzielte Livia Gehrer den verdienten Ausgleich. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln und Ausgleichstreffern. Nach dem 3:3 musste erneut das Penaltyschießen entscheiden. Wieder blieb es bis zum Schluss spannend, doch diesmal fehlte das nötige Quäntchen Glück und unsere Damen mussten sich denkbar knapp geschlagen geben.
Trotz der verpassten Medaille können unsere Damen auf einen starken Auftritt stolz sein. Im Vergleich zum Grunddurchgang verbesserten sie sich um zwei Plätze und bewiesen über den gesamten Turniertag hinweg, dass sie mit den besten Teams der Schweiz mithalten können. Am Ende fehlte lediglich das letzte Quäntchen Glück. Der hervorragende 4. Platz an der Schweizer Meisterschaft ist dennoch ein großer Erfolg und eine starke Belohnung für die gezeigten Leistungen. Auch Trainer Marco Kogler zeigte sich nach dem Turnier sehr zufrieden und stolz auf seine Mannschaft.